Michis Trainings Therapie

SPORTBETREUUNG


Gruppen-Training

 

 

Anleitung zum Training unter besonderer Berücksichtigung

psychologischer Gesichtspunkte.

 

 

In einer Trainingsgruppe wird ein therapeutisch sehr wirksames

soziales Milieu geschaffen,da die Gruppengymnastik zwei Elemente vereinigt

die beide-unabhängig voneinander-wesentlich und zu einem guten Teil

unausweichlich das Verhalten des Menschen beeinflussen:

 

Einerseits das

bloße Zusammensein in der Gruppe

anderseits das SICH-BEWEGEN

 

Jeder Mensch,der zu einer Gruppe stößt,sieht sich und sein Verhaltensmuster

konfrontiert mit denen der anderen Teilnehmer.

 

Diese Konfrontation ruft einen Zustand hervor,

bei welchem man sich selbst-verschieden stark allerdings-in Zweifel stellt.

 

Diese Verunsicherung im Kontakt mit der Gruppe kann als Öffnung

für neue Verhaltensweisen genutzt werden,

die eigene Identität selbst wird in Frage gestellt.

 

Das Unsicherheitsgefühl fördert andererseits auch die Solidarisierung mit der Gruppe,

was sich in einer allgemeinen und unkritischen Begeisterung

für oder in einer Ablehnung gegen etwas äußern kann!

 

Eine starke Abwehrreaktion gegen die Konfrontation,was ebenfalls möglich ist,

kann unter Umständen durch eine aktive Isolierung des Individuums beantwortet weden.

 

Die beschriebenen möglichen Reaktionsweisen liegen oft nahe beieinander

und es braucht nur wenig,

daß der Einzelne seine Reaktionsweise ändert.

 

 

 

Ein weiterer Vorteil des Gruppentrainings liegt in der Schaffung neuer

non-verbaler (nicht-sprachlich) Kommunikationsmöglichkeiten.

 

Das In-Empfang-Nehmen oder Weitergeben eines Balles

kann lässig,abweisend,

aggressiv oder aber höflich,

hilfreich oder gar mit Zuneigung erfolgen,

so dass dem Anderen etwas mitgeteilt werden kann,ohne zu sprechen.

 

Ein reiches Angebot an verschiedenen Übungstypen

kann den spielerischen und bewegungsmäßigen Hintergrund darstellen,

vor welchem eine solche Kommunikation möglich wird.

 

Während einer solchen Stunde hält nicht nur der Raum die Teilnehmer zusammen,

sondern es existieren eine Reihe von anderen bindenden Elementen,

die oft nicht einmal als solche empfunden werden.

 

Die Uniformität der gleichzeitig ausgeführten Bewegungen,

ein durch Musik oder Geräusche vermittelter Rhythmus,

Geräte wie Keulen,Stangen,Bälle,Seile oder Tücher,

die rein mechanisch schon die Teilnehmer verbinden,

oder aber Geräte,die von einem zum andern weitergegeben werden.

 

 

Ein Aufgehobensein in einer derart gebildeten Gruppe von Menschen

ist ein fundamentales Bedürfnis aller.

 

Die durch den Kontakt mit einer Gruppe ausgelöste Unsicherheit

kann solange fruchtbar bleiben,

als diese Verunsicherung in einer Atmosphäre der Geborgenheit

und des Aufgehobenseins eingebettet ist.

 

Die Kunst des Trainers ,

hier Michael Pössinger,

liegen in der qualitativen, quantitativen und zeitlich richtig dosierten

      Kombination von Verunsicherung und Geborgenheit.

 

 

Der einfachste Typ muskelschlingenaktiver Übungen,

bei welchen jeder Teilnehmer sein eigenes Gerät besitzt und

alle die gleiche Übung miteinander mitmachen,

bietet dem Einzelnen immer die Möglichkeit,

mehr oder weniger mitzumachen,ohne dabei den Gruppenablauf zu stören.

 

 

Wenn sich dann alle an ein und demselben Seil,Stange oder Tuch halten,

wird der Druck größer,es bleibt aber die Möglichkeit,

mehr oder weniger passiv teilzunehmen.

 

Muß ein Ball oder ein anderes Gerät übernommen und weitergegeben werden,

liegt ein sanfter Zwang vor,

sich zeitgerecht richtig zu verhalten,

es liegt gar eine Situation vor, die die Möglichkeit des Bestehens,

oder des Nicht-Bestehens in sich vereinigt.

 

 

Das Gruppentraining ist besonders motivierend.

 

 

 



 

 

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