Michis Trainings Therapie

SPORTBETREUUNG


LISTE DER VERBOTENEN PHARMAKOLOGISCH-MEDIZINISCHEN MASSNAHMEN
DOPING-LISTE

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) definiert Doping als die beabsichtigte oder unbeabsichtigte Verwendung von Substanzen aus verbotenen Wirkstoffgruppen und die Anwendung verbotener Methoden entsprechend der aktuellen Dopingliste.

Massgebend für die nachstehenden Listen sind die Richtlinien der medizinischen Kommission des IOC vom 31. Januar 1997.


I. Verbotene Substanzklassen

I.A. Stimulantien



	Amfepramon	Mesocarb
	Amfetamin	Metamfetamin

	Amineptin	Methoxyphenamin

	Amiphenazol	Methylendioxyamfetamin

	Bromantan	Methylephedrin

	Cafedrin	Methylphenidat

	Cathin		Nikethamid

	Cropropamid	Norphenfluramin

	Crotetamid	Parahydroxyamfetamin

	Ephedrin	Pemolin

	Etamivan	Pentetrazol

	Etilamfetamin	Phendimetrazin

	Etilefrin	Phentermin

	Fencamfamin	Phenylpropanolamin

	Fenetyllin	Pholedrin

	Fenfluramin	Pipradrol

	Heptaminol	Prolintan

	Propylhexedrin

	Kokain		Pseudoephedrin

	Mazindol	Strychnin

	Mefenorex

	Mephentermin	
	und chemisch oder pharmakologisch verwandte Substanzen!

 

Bemerkung: Vasokonstriktoren, insbesonders alle Imidazolinderivate (Naphazolin, Oxymetazolin usw.) und Phenylephrin, sind bei lokaler Anwendung (z.B. Augen- und Nasentropfen) erlaubt. Auch Adrenalin und seine Abkömmlinge sind als Zusatz für Lokalanästhetika zulässig.


I.B. Narkoanalgetika



	Buprenorphin		Nalbuphin
	Diamorphin (Heroin)	Pentazocin

	Hydrocodon		Pethidin

	Hydromorphon		Tilidin

	Methadon		Tramadol

	Morphin	
	und chemisch oder pharmakologisch verwandte Substanzen!

Bemerkung: Folgende vornehmlich als Hustenmittel oder Schmerzmittel eingesetzte Substanzen sind neuerdings ausdrücklich erlaubt: Dextromethorphan, Dextropropoxyphen, Dihydrokodein, Ethylmorphin, Kodein, Pholcodin und Propoxyphen. Ebenfalls erlaubt ist das Antidiarrhoikum Diphenoxylat.


I.C. Anabolika

1. Anabole Steroide


	Boldenon		Methandriol
	Clostebol		Methyltestosteron

	Danazol			Miboleron

	Dehydrochlormethyl-

	  testosteron		Nandrolon

	Dehydroepi-

	  androsteron (DHEA)	Norethandrolon

	Dihydrotestosteron	Oxandrolon

	Drostanolon		Oxymesteron

	Fluoxymesteron		Oxymetholon

	Formebolon		Stanozolol

	Mesterolon		Testosteron*

	Metandienon		Trenbolon

	Metenolon	
	und chemisch oder pharmakologisch verwandte Substanzen!

* Für Testosteron gilt: Eine Probe wird als positiv erachtet, wenn die Zufuhr von Testosteron oder irgend eine andere Manipulation das Verhältnis Testosteron/Epitestosteron im Urin auf mehr als 10 ansteigen lässt. Bei einem Verhältnis zwischen 6 und 10 müssen weitere Abklärungen erfolgen, bevor ein Entscheid gefällt wird.

Die Verabreichung von menschlichem Choriongonadotropin (HCG) und ähnlichen Substanzen kann beim Mann zu einer erhöhten Produktion androgener Steroide führen. Die Zufuhr solcher Stoffe ist deshalb verboten.

 

2. Beta-2-Agonisten

	Clenbuterol	Reproterol
	Fenoterol	Salbutamol**

	Formoterol	Salmeterol**

	Orciprenalin	Terbutalin**
	und chemisch oder pharamkologisch verwandte Substanzen!

** Einzig Salbutamol, Salmeterol und Terbutalin sind bei Asthma zur Inhalation zugelassen. Bei Wettkämpfen muss der Sportler dafür besorgt sein, dass der Gebrauch dieser Medikamente mittels ärztlichem Attest der zuständigen medizinischen Instanz vorgängig gemeldet wird.

N.B. Da Beta-2-Agonisten auch stimulierende Eigenschaften besitzen, werden sie vom IOC teilweise auch unter den Stimulantien aufgeführt.


I.D. Diuretika


	Acetazolamid		Hydrochlorthiazid
	Amilorid		Indapamid

	Bendroflumethiazid	Mannitol*

	Bumetanid		Mersalyl

	Canrenon		Spironolacton

	Chlortalidon		Torasemid

	Etacrynsäure		Triamteren

	Furosemid
	und chemisch oder pharmakologisch verwandte Substanzen!

* Verbot gilt nur bei intravenöser Anwendung


I.E. Peptid- und Glykoproteinhormone sowie Analoge


Choriongonadotropin (HCG)	Erythropoietin (EPO)
	Corticotropin (ACTH)		Somatotropin (HGH) 
	und chemisch oder pharmakologisch verwandte Substanzen!

 

II. Doping-Methoden (unerlaubte Massnahmen)

II.A. Blutdoping


II.B. Manipulation von Urinproben durch:

  • Verdünnen mit Wasser oder anderen Flüssigkeiten
  • Katheterisierung
  • Beeinflussung der renalen Stoffausscheidung mit Substanzen wie z.B. Probenecid
  • Beeinflussung der Messergebnisse für Testosteron und Epitestosteron z.B. durch Bromantan
  • Beeinflussung des Verhältnisses Testosteron/Epitestosteron durch Zufuhr von Epitestosteron*.

* Eine allfällig höhere Konzentration an Epitestosteron als 200 ng/ml im Urin zieht unweigerlich weitere Untersuchungen nach sich.


III. Substanzen mit gewissen Einschränkungen

III.A. Alkohol

Einzelne Sportverbände verbieten Alkoholgenuss und führen Alkoholtests durch. Positive Ergebnisse können Sanktionen auslösen.

III.B. Cannabis

Einzelne Verbände prüfen auch auf Cannabis-Konsum (THC im Urin). Positive Ergebnisse können sanktioniert werden.

III.C. Lokalanästhetika

Die gängigen Lokalanästhetika (z.B. Bupivacain, Lidocain, Mepivacain, Procain etc.) sind bei begründeter medizinischer Indikation zur lokalen und intraartikulären Injektion zugelassen, nicht aber Kokain. Bei Wettkämpfen muss der Sportler dafür besorgt sein, dass der Einsatz dieser Lokalanästhetika mittels detailliertem ärztlichem Attest der zuständigen medizinischen Instanz vorgängig gemeldet wird.

Die äusserliche Verwendung der üblichen Lokalanästhetika (ausser Kokain) ist erlaubt.

III.D. Kortikosteroide

Die Verwendung von Kortikosteroiden ist mit folgenden Ausnahmen verboten:

  • lokale Therapie auf der Haut, im Ohr oder am Auge, nicht jedoch im Rektum.
  • zur Inhalation für Nase und Atemwege**
  • zur lokalen oder intraartikulären Injektion**

** Bei Wettkämpfen hat der betroffene Sportler dafür zu sorgen, dass jede Verwendung von Kortikosteroiden zur lokalen Injektion oder zur Inhalation durch eine detaillierte ärztliche Bescheinigung der zuständigen medizinischen Instanz frühzeitig gemeldet wird.

III.E. Betablocker

In einigen Sportarten, bei denen Konzentration und innere Ruhe eine Rolle spielen, sind Betablocker verboten: z.B. Schiessen, Moderner Fünfkampf, Golf, Bob, Curling, Fechten, Flugsport, Motorsport, Pferdesport, Wasserspringen, Skispringen, Ski alpin.

Beispiele solcher Betablocker sind wie folgt:

Acebutolol	Labetalol
	Alprenolol	Metoprolol

	Atenolol	Oxprenolol

	Betaxolol	Propranolol

	Bisoprolol	Sotalol

	Bunolol	
	und chemisch oder pharmakologisch verwandte Substanzen!

N.B. Zu diesen pharmakologisch verwandten Substanzen gehören etwa auch die sedierenden Antihistaminika und fast alle Psychopharmaka!


IV. Trainingskontrollen

Es wird auf folgende Substanzen / Methoden geprüft:

  • I.C. Anabolika
  • I.D. Diuretika
  • I.E. Peptid- und Glykoproteinhormone sowie Analoge
  • II.B. Manipulation von Urinproben

 

 

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